Thoughts #1

Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe ihr habt alle einen schönen Tag und genießt das schöne Wetter! Es ist wunderbar dass es endlich wärmer geworden ist. 🙂

Ich habe beschlossen mit einer neuen Beitragsreihe anzufangen. Das hier ist quasi der erste Beitrag davon. Ich möchte alle paar Tage einen kleineren oder größeren Beitrag hochladen in dem ich einfach darüber schreibe was bei mir so los ist, was ich mache, was mich beschäftig, worüber ich mir Gedanken mache etc. Der Grund dafür ist, dass ich mir vorgenommen habe einfach etwas offener, kommunikativer zu sein. Nicht nur auf diesem Blog sondern allgemein. Allerdings denke ich, dass es ganz gut ist wenn ich auch beim Bloggen des Öfteren einfach mal drauf los schreibe, das mache ich hier ja letztendlich auch relativ selten.

Ich habe gerade in den letzten Tagen beziehungsweise Wochen festgestellt dass ich mir mit meiner doch ziemlich zurückhaltenden Art oft im Weg stehe. Das Problem ist nicht dass ich ein eher introvertierter Mensch bin, das ist halt so. Weniger schön ist es jedoch wenn man sich dann mitunter einfach nicht traut den Mund aufzumachen. Lieber gar nichts sagt als etwas falsches zu sagen… Dadurch verbaut man sich einiges. Sei es dass man mit anderen Menschen einfach nicht so schnell warm wird beziehungsweise neue Freunde dazugewinnt oder dass man im Studium nicht so gut ist wie man theoretisch sein könnte, weil man sich zu wenig zu Wort meldet oder seine Fragen nicht stellt. Aber warum macht man nicht einfach den Mund auf und redet? Da ist doch eigentlich nichts dabei. Theoretisch ja, dass denke ich mir auch immer. Wenn die Angst aber zu groß ist, ist es gar nicht so leicht sich zu überwinden. Dann klappt es manchmal nicht und die Angst siegt. Angst entsteht ja meistens durch negative Erfahrungen, auch wenn sie absolut kein guter Ratgeber ist. Ich glaube in dieser Hinsicht hat mir meine Schulzeit auch irgendwo ziemlich zugesetzt, ich will da jetzt nicht weiter darauf eingehen, schließlich war keineswegs alles schlecht. Aber ich denke, dass ich gerade in dieser Zeit ziemlich viel Selbstvertrauen eingebüsst habe und dabei auch immer zurückhaltender geworden bin. Aber gut, diese Zeit ist ja bereits seit letztem Jahr endgültig vorbei.

Und in meinem Studienumfeld bin ich wirklich richtig glücklich. Nur das ich eben zunehmend merke, dass Zurückhaltung einen nicht immer weiter bringt. Gerade auch wenn man in der Musikbranche arbeiten will ist Schüchternheit nicht unbedingt von Vorteil. Egal ob man nun als Tontechniker oder Produzent mit Künstlern im Studio arbeitet oder vielleicht selbst als Musiker im Aufnahmeraum oder auf der Bühne steht, den Mund muss man immer aufmachen. Mein Traum beziehungsweise Ziel ist es später in einem Tonstudio zu arbeiten und da muss ich mit den Leuten dort kommunizieren und kann mich schlecht hinter dem Pult verstecken.

Mittlerweile bin ich entschlossen meinen Traum nicht aus derartigen Gründen aufzugeben. Dann muss ich eben lernen aufgeschlossener und selbstsicherer zu sein. Mehr mit den Leuten reden. Und ich denke man kann lernen sich zu überwinden. Ich glaube es ist auch einfach eine Sache der Übung, des Wiederholens, wenn man immer wieder versucht sich zu überwinden und einfach kommunikativer zu sein, – es einfach tut und dabei positive Erfahrungen macht, dann fällt es einem irgendwann nicht mehr so schwer. Letztendlich ist das ja irgendwie mit allem so, Übung macht den Meister. Also werde ich in Zukunft mein Bestes geben mehr auf Leute zuzugehen, weniger zurückhaltend zu sein und häufiger den Mund aufzumachen und zu reden.

Wie sieht es mit euch aus? Ging es dem einen oder anderen vielleicht auch irgendwann mal so?
Habt ihr vielleicht Tipps wie man aufgeschlossener wird? Wer möchte kann gerne ein Kommentar schreiben. 🙂

Bis bald!

Diana

7 Kommentare zu „Thoughts #1“

  1. Ein sehr ehrlicher Eintrag und im Grunde weißt du die Antwort schon selbst. Man muss ich halt überwinden und es einfach nur machen. Die herausforderung liegt dabei im machen. Man kennt den Plan und weiß ganz genau wie es funktioniert, was machen muss um besser zu werden und dann scheitert man doch an sich selbst. Ob es nun Angst ist die eigene Komfortzone zu verlassen oder Angst ist vor Peinlichkeiten und zurückweisung, wenn man sich nie überwindet und ein Schritt nach vorn macht wird man nie wissen was auf der anderen Seite wartet. 🙂 Vor allem was kann im worst case Szenario schon passieren? Meistens ist es nichts mit dem nicht umgehen oder persönlich wachsen könnte.

    Also viel Erfolg bei Grenzen überschreiten. Falls du mal ein Tipp brauchst dann kannste mich gern fragen.

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  2. Du trägst die Kommunikation ja schon in dir, musst nur lernen, die Hemmschwelle zu überschreiten und dich zu artikulieren, was auch manchmal im verbalen Kampf ausarten kann, wenn man seine Meinung und seine Ziele verteidigen muss. Leider gibt es immer Menschen, die alles mies machen, die ständig gegenreden und alles besser wissen wollen. Aber Übung macht auch in der Kommunikation den Meister. Es gibt an der Uni Rhetorik-Kurse, wo man lernt, frei zu sprechen und richtig zu argumentieren. Das wär doch was für dich, oder? Bei mir ist so, wenn ich ne gute Idee anbringen will, dann bin ich so aufgeregt, dass iwie alles blockiert und ich die Fäden verliere, die Idee zu verteidigen und zu begründen. Wenn dann noch Leute lachen, ist bei mir alles aus. Deshalb bin ich auch aufs Schreiben übergewechselt. Dichter etwa wären auch schlechte Politiker, weil sie eher introvertiert sind und schlechte freie Redner .. Aber was du oben schreibst ist wirklich ungewohnt lang in der Ausführung, aber wirklich gut aufgesetzt, begründet und abgesichert. Respekt! Da hast du schon bewiesen, dass du es kannst. Ich kann dich also wieder nur bestärken und dir gutes Gelingen wünschen und lass dich nicht durch Rückschläge unterbuttern: Immer wieder versuchen, das Wort zu ergreifen, aber nur, wenn es auch was zu sagen/schreiben gibt. Dann klappt das auch mit deiner Zukunft .. LG PP 🙂

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    1. Danke für diesen Kommentar! 🙂 Ja genau das muss ich lernen, mich zu Artikulieren, die Hemmschwelle überwinden… Die Idee mit den Rhetorik Kursen ist eigentlich auch ganz gut.
      Dankeschön! 🙂

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  3. Lieben Dank für diese offenen Gedanken! Und guten Gedanken! Das mit dem kommunikativ sein und dem selbst-bewusst-sein ist so eine sache. lebenslang. Da ist man nie am Ende der Entwicklung und kann immerzu weiter lernen. Jeder Mensch ist ein Geschenk, etwas Einzigartiges, Wunderbares. Hineingeworfen in diese Welt. Selbst können wir das gar nicht verstehen und erklären. Oft denken wir dann dass die Anderen einzigartiger und wunderbarer als wir sind und fühlen uns schlecht, nicht notwendig, nicht gebraucht, nicht mitteilungsfähig. Unterwürfig. Der ein oder andere dreht dann den Spieß um; ernennt sich zum König, zum Unfehlbaren, zum Hero. Übertreibts dabei. Und nervt die Menschheit dann auch mit seinem Gelabere. Selbst wenns manchmal funktioniert – und in der Kulturbranche funktionierts wahrscheinlich überdurchschnittlich häufig – kanns auch peinlich werden, wenn man sich zu sehr die Kommunikationsmaske aufsetzt. Damit sind wir beim Urproblem von allem: Nicht zu viel und nicht zu wenig von allem und damit auch von Kommunikation. Und Kommunikation muss nicht nur im (überfüllten) Seminar verbal stattfinden, in der aufgeputschten Musikproduzentenszene, sondern kann sich wunderbar auch durch feinfühlig geschriebene Worten, ehrliche Bilder, verzaubernde Tönen äußern. Es gibt also viele Möglichkeiten und Situationen sich zu äußern. So dass man sich wohl und sicher dabei fühlt, sich nicht zum Affen macht, sondern authentisch bleibt. Wenn andere (Empfänger der Kommunikation) keinen Sinn dafür haben, und wenn man sie noch so bewundert und über sich stellt, kann man auch mit aller Gewalt daran nichts ändern. Man kann nicht everybody´s darlin´ sein.
    Ja damit haben wir alle zu kämpfen. Ich auch. Und auch besonders. Keiner kommt diesen Fragen und Problemen aus. Du bist nicht allein. Auch wenn alle nach außen so tun, als hätten sie die Lage im Griff.
    Daher freue ich mich dass du überhaupt so offen bist und darüber sprichst.
    Das ist genau was wir brauchen!
    Danke!
    LG Daniel

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