Bild von einem Rode NT1A einem Macbook mit Pro Tools, Audio Interface und Kopfhörern

Musik in den eigenen vier Wänden

Vor einer Weile habe ich hier einen Artikel von Wayfair zum Thema „Musik in den eigenen vier Wänden“ vorgestellt. In diesem ging es darum wie man Musik zu Hause in professioneller Qualität aufnehmen kann und generell um die Leidenschaft zur Musik. Wer den Artikel noch nicht kennt und gerne mal reinschauen möchte findet ihn nochmal hier: http://www.wayfair.de/ideen-und-inspiration/gewusst-wie-ein-musikzimmer-in-den-eigenen-vier-waenden-S10055.html

Inspiriert davon habe auch ich nun einen kleinen Beitrag zu dem Thema geschrieben, ich hoffe er gefällt euch. 🙂

Musik. Musik inspiriert, sie bewegt, sie regt uns zum Nachdenken an. Jeder kennt das Gefühl wenn man ein Lied hört und einfach nicht widerstehen kann mitzusingen oder gar durch die Gegend zu tanzen. Ebenso kann sie Erinnerungen in uns wach rufen. Musik zu machen ist eine wundervolle Möglichkeit Gefühle und Gedanken auszudrücken.

Es ist letztendlich kein Wunder, dass Musikmachende, vom Anfänger bis zum Profi, der Musik auch im eigenen Zuhause Raum schaffen. Da jeder Mensch anders ist, gibt es hier keine allgemeingültigen Regeln, kein Falsch oder Richtig. Wer die Möglichkeit hat richtet sich vielleicht ein extra Musikzimmer ein. Ebenso kann man Instrumente, Aufnahmemöglichkeiten und dergleichen aber auch ins eigene Schlaf- oder Wohnzimmer integrieren. Meiner Meinung nach ist das schöne am Musikmachen in den eigenen vier Wänden, dass man zum einen zeitlich sehr flexibel ist. Wenn man plötzlich Lust hat Musik zu machen oder beispielsweise eine tolle Songidee hat, und sei es mitten in der Nacht, dann kann man einfach direkt loslegen. Zum anderen finde ich persönlich es viel leichter einfach mal drauflos zu singen oder drauflos zuspielen (bei mir in der Regel Akustikgitarre oder auch mal Flöte…) oder eine Idee auszuprobieren. Zuhause ist man eben mehr für sich und hat da nicht unbedingt den Druck, dass das was man macht auch gut sein muss.

Wer in irgendeiner Form Musik macht, möchte diese dann in der Regel auch mal aufnehmen. Dies kann man unter anderem natürlich auch zu Hause machen. Gerade heute ist es so einfach wie nie zu vor in den eigenen vier Wänden Musikaufnahmen mit guter Qualität zu machen. Klar bedarf es trotz allem Zeit, Übung und auch mal das eine oder andere Nachschlagewerk um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Aber so ist es ja letztendlich mit allem.

Möchte man mit dem Recording anfangen, braucht man selbstverständlich das richtige Equipment. Gutes Equipment ist dabei meist nicht ganz billig, will man aber ernsthaft Musik aufnehmen, ist es in jedem Fall besser ein kleines bisschen mehr zu investieren, denn das hört man am Ende auch. Zudem bekommt man mittlerweile gutes Equipment auch zu durchaus annehmbaren Preisen.

In erster Linie braucht man einen gut funktionierenden Rechner mit einem Aufnahmemedium. Das Aufnahmemedium stellt ein Softwareprogramm zum aufnehmen und bearbeiten von Audio Material da, eine DAW (Digital Audio Workstation). Beliebte DAWs sind beispielsweise Pro Tools, Cubase, Logic oder Ableton Live. In der Regel findet man zu diesen auch kostenlose Testversionen im Netz und teilweise auch günstigere Einsteigerversionen. Wer sich als Anfänger erstmal etwas langsamer herantasten will, kann auch auf Einsteiger DAWs wie Garage Band oder Magix Music Studio/ Music Maker zurückgreifen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abhöranlage. Diese sollte nicht unterschätzt werden, schließlich hängt es von der entsprechenden Abhöre ab, wie gut man das jeweilige Audio Material hört oder besser gesagt, wie gut man vor allem Unsauberkeiten und Fehler hört. Reguläre Hifi Anlagen und Kopfhörer sollte man deshalb nicht unbedingt verwenden, da sie alles möglichst gut klingen lassen. Will man einen Song von guter Qualität produzieren sollte dieser bei der Bearbeitung jedoch nicht beschönigt werden, sondern so klingen wie er tatsächlich klingt. Fehler die man nicht hört, kann man schließlich auch nicht verbessern. Zwar sind Abhörmonitore für längeres Arbeiten zu empfehlen, wohnt man aber zum Beispiel zur Miete sollte man bedenken, dass die anderen Hausbewohner, die Vermieter und die Nachbarn nicht unbedingt begeistert von der Dauerbeschallung sein werden. Deshalb sind, für Leute die zur Miete wohnen und Anfänger im allgemeinen, Kopfhörer zu empfehlen. Diese gibt es in halboffener und geschlossener Form. Meist werden geschlossene bevorzugt, da diese keinen Schall nach außen dringen lassen. Singt oder spielt man nun beispielsweise zum Playback, wird verhindert dass das Playback vom Mikrofon mit aufgenommen wird.

Des weiteren benötigt man ein Audiointerface. Dieses verbindet die Analogen Geräte,wie Mikrofone, mit dem Rechner und damit mit der DAW. Zudem liefert es die für Kondensatormikrofone benötigte Phantomspannung.

Das wohl wichtigste Glied der Aufnahmekette ist jedoch das Mikrofon. Welches Mikrofon das richtige ist hängt ganz davon ab was man aufnehmen möchte. Eine ausführlichere Erläuterung würde vermutlich den Rahmen diese Beitrags sprengen… Für diejenigen die sich damit genauer auseinandersetzen wollen verweise ich am Ende auf ein paar Bücher, welche die gesuchten Antworten liefern können. Sehr verallgemeinert ausgedrückt spricht man meist von Kondensator und Dynamischen Mikrofonen. Beliebte Mikrofonmarken sind unter anderem Shure, AKG, Sennheiser und Rode, welche auch alle preisgünstige Einsteigermodelle anbieten. Zusätzlich zum Mikrofon, oder den Mikrofonen, benötigt man logischer Weise noch Kabel, normalerweise XLR Kabel, und Mikrofonständer. Möchte man Gesang aufnehmen ist ein Ploppschutz, welcher die entstehenden Explosivlaute abfängt, zu empfehlen.

Hat man das alles beisammen kann man im Grunde mit dem Recording beginnen. Wie bereits oben erwähnt braucht man genau wie beim Spielen eines Instrumentes auch beim Aufnehmen einiges an Übung bis alles am Ende so klingt wie man möchte. Auch ich bin was das Musik Produzieren, auch im Rahmen meines Studiums (ich studiere derzeit Audio Engineering), anbelangt noch mitten drin was das Üben und Lernen und das Ausprobieren verschiedener Herangehensweisen betrifft. Was einem glaube ich gerade als Anfänger auch klar werden muss ist, dass das Rekorden und Bearbeiten von Audio Material ebenso wie das Musikmachen an sich eine kreative Vorgehensweise ist. Die Technik ist dabei zwar wichtig, aber ebenso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger ist es da mit Gefühl ranzugehen.

 

Literaturempfehlungen:

Recording Basics. Aufnahmepraxis auf den Punkt gebracht. Martin Hömberg. PPV Medien

Recording: Einführung in die Technik der Musikproduktion. Jan-Friedrich Conrad. PPV Medien

Das Mikrofonbuch: Optimaler Einsatz im Studio und auf der Bühne. Andreas Ederhof. GC Carstensen Verlag

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